Das Reisen ist des Müllers Lust

Man könnte ja eine Liste erstellen, der Sachen, die man mitnehmen will. Dann könnte man auch diese anschließend benutzen, anstatt sie nach ihrer Fertigstellung nie wieder anzusehen. Aber das wäre ja alles viel zu einfach. Also packe ich das, was mir einfällt, also auch was mir als am wichtigsten erscheint so wie es gerade passt in meinen Koffer und meinen Rucksack.

Mit gewissen Druck geht natürlich auch alles etwas schneller voran, also werden noch die ein oder anderen Erledigungen kurz vor knapp getroffen. Bis schließlich der Weg zum Bahnhof zur reinen Geduldsprobe wird. Der Verkehr scheint mich deutlich in Dresden behalten zu wollen, aber es ist nicht aufzuhalten. 5 Minuten vor Abfahrt kaufe ich mein Ticket und steige in den Zug nach Berlin. Lange 2,5 Stunden, in denen mir noch so die ein oder andere Sache durch den Kopf geht: Ist denn das Wichtigste eingepackt? Hab ich auch nichts vergessen? Wie das wohl sein wird, wenn ich in Paris ankomme?
Mit Verspätung komm ich in Berlin an und verpasse vor lauter Denkerei die S-Bahn-Haltestelle Pankow. Also raus und wieder zurück. Die 20-minütige Wegstrecke zu Fuß bis zur Wohnung meiner Cousine Linda erscheint mir wie die Mount-Everest-Besteigung, da mein Gepäck so fast an mein Körpergewicht reicht.

Die Nacht wird besonders kurz und auch mein Schlaf ist eher unruhig. Donnerstag (02/04) 5h10 klingelt der Wecker.

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