Willkommen im Alltag

Anscheinend ist eine Erkrankung während der Eingewöhnungszeit nichts ungewöhnliches. Jedenfalls ergab das meine private Studie unter den schon länger in Paris wohnhaften Studenten des Heinrich Heine Wohnheims. Also stelle ich mit meinem Schnupfen keinen Einzelfall dar .
Den wohlverdienten freien Ostermontag verbringe ich folglich nicht mit Touri-Tätigkeiten, sondern mit Selbstkrankenpflege. D.h. viele Vitamine und Ausruhen, was natürlich am besten in der Sonne geht. Daher mach ich es mir auf der Wiese unseres schönen Campus gemütlich und halte ein ausgiebiges Nickerchen.

Am Dienstag schlepp ich mich auch mehr schlecht als recht auf Arbeit und bevorzuge die administrativen Aufgaben, auch um meine potenziellen Kunden nicht durch meine nasale Stimme zu verschrecken. Ab Mittwoch verbessert sich auch konstant mein Zustand, sodass es auch Abends gleich wieder zur Stammbar von FILOU gehen kann. Dort feiert ein Arbeitskollege von Alexis Geburtstag.

Das Wochenende lass ich lieber langsam angehen und so begeben wir uns erst am Samstagnachmittag ins Musée d'Orsay (Foto rechts), zu den Impressionisten. Cézanne, Monet und Manet sind das Anstehen im Nieselregen und das wühlen durch die Menschentrauben auch völlig wert! Aber mehr als 3 Säle sind auch kaum in 1,5 Stunden schaffbar.
Dafür bekomm ich eine Ahnung davon, wie beeindruckend der Ausblick aus der obersten Etage des Musee d'Orsay, durch die Uhren sein kann bei schönem Wetter. Das haben wir nur leider grad nicht. :-)
(Foto links)

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss. Am Sonntag lass ich mich bekochen: koreanisch Reis mit Kokossoße und Gemüse. Danach bekomme ich sogar ein privates Gitarrenkonzert: Wolfgang und Zin improvisieren ein Duo bei Abenddämmerung. Echt Paradiesisch. Und damit nicht genug. Es gibt noch anschließend einen Schlemmermarathon im "petit couloir" der 3. Etage zum Namenstag von Anastacia. Rundgefuttert gehts dann gegen Mitternacht ins Bett.

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