Rêve général = Grève générale

Freitag: 1.Mai. Uns lockt die Sonne förmlich aus dem Haus also beschließen Wolfgang und ich Richtung Parc de Luxembourg aufzubrechen. Dort angekommen erwecken die sommerlichen Temperaturen ein unweigerliches, tiefes, ursprüngliches Bedürfnis nach EIS. Wie Brotkrumpen in Hänsel und Gretel muss man nur den Weg der Menschen mit riesigen Eistüten zurückverfolgen und schon landen wir bei einem sündhaft guten italienischen Eisladen. Da nimmt man auch schon Mal die 30 Minuten warten in Kauf. Ich kann mich bei der riesigen Auswahl an köstlichen Eissorten kaum entscheiden, aber nach mehrmaligen Umentscheiden wird es nun "L'inimitable" (sowas wie Haselnuss/Nougat), Himbeere und Amaretto (Mandel). Man, ich träume noch jetzt davon!

Durch Zufall geraten wir anschließend in die Hauptparade des Generalstreikes, wo für alles möglich gestreikt wird. Wie in einem Film wird sogleich hinter den letzten Demonstrationen mittels einer Großkolonne grüner Reinigungfahrzeuge für Ordnung und Sauberkeit gesorgt, als wäre nie etwas geschehen.

Abends gehen Wolfgang und ich zu Freunden auf eine private Feier. Anfangs scheint der Abend etwas öde und bei mir macht sich der lange Fußmarsch bemerkbar. Aber schließlich entsteht eine spontane Jamsession bestehend aus 2 Gitarren, Gesang, Rap und Rhythmik. So vergehen die Stunden wie im Flug und wir finden uns gegen 5 am Platz St. Michel wieder. Da noch keine Metro fährt nehmen wir in einem Café direkt an der Ecke Platz. Als wir Richtung Bett aufbrechen, geht gerade die Sonne über Notre Dame auf. Wow - wir sind wirklich in Paris.

( Foto: Mission "Crème brûlée"
Agenten Wolfgang, Pierre, Ms X)

Am Sonntag ist uns wiederum nach Kultur und wir gehen ins Dalí Museum bei Monmatre. Schon der Fußweg zum Museum ist ein Erlebnis für sich! Jedenfalls kennt Wolfgang Crème brûlée noch nicht, also teilen wir uns drei in einem Café sitzend, den Ausblick auf die Stadt genießend dieses herrliche Dessert.

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